Eichenprozessionsspinner: Nordhorn ist vorbereitet – Raupen geschlüpft – Verpuppung voraussichtlich im Juni

Nordhorn. Überall im Stadtgebiet werden voraussichtlich ab Mitte Mai wieder die Raupen des Eichenprozessionsspinners an Eichenbäumen sichtbar werden. Die Bekämpfungsstrategie der Nordhorner Stadtverwaltung steht bereits. Nach der Verpuppung der Raupen, voraussichtlich Mitte Juni, sollen die Nester von Fachfirmen abgesaugt werden.

Problematisch sind insbesondere die feinen Brandhärchen, die auch über den Wind verteilt werden können. Die Raupen werden sie erst in einigen Wochen im dritten Larvenstadium entwickeln. Diese Brandhärchen können bei manchen Menschen zu allergischen Reaktionen wie Hautirritationen oder Atembeschwerden führen. Die Stadt Nordhorn setzt daher weiterhin vorrangig auf das Absaugen der Nester und Raupen als wirkungsvollste Maßnahme zum Schutz der Bevölkerung. Darüber hinaus stärkt sie die natürlichen Fressfeinde der Raupen durch ökologische Maßnahmen wie die Anlage spezieller Grünflächen.

Absaugen durch Fachunternehmen

Für die Absaugmaßnahmen an öffentlichen Bäumen wurden bereits entsprechende Fachunternehmen unter Vertrag genommen. Fünf Absaugteams stehen kurzfristig zur Verfügung. Auf Basis der Erfahrungen der Vorjahre wurde das Stadtgebiet erneut in fünf Absaugbezirke aufgeteilt, in denen gleichzeitig gearbeitet werden kann. Am effizientesten können die Absaugmaßnahmen nach der Verpuppung durchgeführt werden, wenn sich alle Raupen in den Nestern befinden.

Die Reihenfolge der Absaugmaßnahmen ergibt sich aus den vier Kategorien, die im gesamten Landkreis Grafschaft Bentheim angewendet werden. Die Kategorisierung richtet sich vor allem danach, wie stark ein öffentlicher Standort von der Bevölkerung genutzt wird. Standorte der Kategorie 1 sind stark frequentierte öffentliche Bereiche wie zum Beispiel Schulen und Kindergärten. Sie haben die höchste Priorität und werden als erstes abgesaugt. Danach folgen die weniger stark frequentierten Standorte der Kategorien 2 und 3. An Standorten der Kategorie 4 werden keine Absaugmaßnahmen durchgeführt. Eine Liste der kategorisierten Standorte stellt die Stadt Nordhorn auf ihrer Internetseite zur Verfügung.

Keine Meldung erforderlich

In den vergangenen zwei Jahren war praktisch jeder Eichenbaum in Nordhorn von den Eichenprozessionsspinnern befallen. Darum ist es inzwischen nicht mehr notwendig, der Stadt Nordhorn die Sichtung von Raupen oder Nestern an öffentlichen Bäumen zu melden. Alle in Frage kommenden Standorte wurden bereits in eine der vier Kategorien eingeteilt und entsprechend priorisiert. An privaten Bäumen darf und wird die Stadt Nordhorn nicht tätig werden. Sie empfiehlt allen Eichenbaumbesitzer*innen, bei einem Raupenbefall ein Fachunternehmen mit der Entfernung zu beauftragen.

Häufig gestellte Fragen und Bürgertelefon

Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema Eichenprozessionsspinner hat die Stadt Nordhorn auf ihrer Internetseite unter www.nordhorn.de/eps zusammengestellt. Für weitere Fragen wurde außerdem ein Bürgertelefon eingerichtet unter der Rufnummer 05921 878-777. Die Nummer ist erreichbar von Montag bis Donnerstag von 7.30 Uhr bis 16.00 Uhr sowie freitags von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr.

Text: Stadt Nordhorn