Erstes Aufkommen des Eichenprozessionsspinners in Lingen – Stadt warnt: Berührungen meiden und Nester der giftigen Raupen melden

Lingen. Die Stadt Lingen warnt auch in diesem Jahr vor dem Eichenprozessionsspinner. Erste Nester dieser wärmeliebenden Raupenart, die sich seit einigen Jahren in Norddeutschland ausbreitet, sind aktuell in Lingen gefunden worden. Umfangreiche Maßnahmen zur Bekämpfung auf öffentlichen Flächen, wie zum Beispiel Schulen und Kitas, werden dabei direkt von einer beauftragten Spezialfirma der Stadt umgesetzt.
Für den Menschen ist der Eichenprozessionsspinner eine gesundheitliche Gefahrenquelle. Grundsätzlich gilt: Die Raupen des Eichenprozessionsspinners und ihre Nester sollten nicht berührt werden. Die Raupen verfügen über kleine Brennhaare, die bei Berührung zu Reaktionen wie starkem Juckreiz, Atemwegsbeschwerden und Augenreizungen führen können. Wer mit den Härchen in Kontakt kommt, sollte die kontaminierte Kleidung schnellstmöglich wechseln, duschen und Haare waschen. Den Juckreiz lindert zunächst kaltes Wasser. Beim Auftreten stärkerer gesundheitlicher Beschwerden sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden.

Wie bereits in den vergangenen Jahren sind auch in diesem Jahr erste Nester des Eichenprozessionsspinners in Lingen entdeckt worden. Die Stadt warnt davor, die Raupen, die über kleine Gifthaare verfügen, zu berühren. Foto: Stadt Lingen
Wie bereits in den vergangenen Jahren sind auch in diesem Jahr erste Nester des Eichenprozessionsspinners in Lingen entdeckt worden. Die Stadt warnt davor, die Raupen, die über kleine Gifthaare verfügen, zu berühren. Foto: Stadt Lingen

Besondere Vorsicht ist bis Ende August geboten. Während dieser Zeit schlüpfen die Raupen des Eichenprozessionsspinners und wandern vom Nest in die Baumkrone, um dort die Eichenblätter zu fressen. Die Stadt Lingen warnt davor, die Nester und Raupen zu berühren. Insbesondere Kinder sollten darauf hingewiesen werden. Aber auch Haustiere sollten sich nicht in der Nähe von befallenen Bäumen aufhalten, da sie ebenfalls auf die Gifthaare der Raupen reagieren.

Die Stadt Lingen bittet Bürgerinnen und Bürger darum, befallene Bäume umgehend zu melden. Für Schutzmaßnahmen auf privaten Grundstücken sind  die jeweiligen Grundstückseigentümer verantwortlich. Die Stadt empfiehlt, bei einem Befall eine Fachfirma aus dem Bereich der Schädlingsbekämpfung hinzuzuziehen.

Für Fragen und nähere Auskünfte zum Eichenprozessionsspinner steht der Fachbereich Bürgerservice, Recht und Ordnung zur Verfügung (Tel. 0591 9144-339, Mail: eps@lingen.de). Dort kann auch der Befall von Bäumen gemeldet werden. Ein Informationsflyer mit Tipps, wie man sich vor dem Eichenprozessionsspinner und seinen gesundheitlichen Folgen schützen kann, ist auf der städtischen Internetseite unter www.lingen.de (Rubrik „Leben und Wohnen“, Unterpunkt „Umwelt“, Unterpunkt „Natur und Landschaft“) hinterlegt.

Text und Foto: Stadt Lingen