Emsland Arena am Freitag: Madsen – Na gut dann nicht

Madsen ist eine Indie-Rock Band aus Prießeck. Das liegt im Wendland. Martin „Mücke“ Krüssel, Gitarrist bei Madsen in Konzerten, kommt jedoch aus dem Emsland. Madsen gründete sich im Jahr 2004. Da drei von den fünf Gründungsmitgliedern die Madsen-Brüder waren, machten den ihren Nachnamen zu ihrem Bandnamen. Zur aktuellen Besetzung gehören Johannes, Sascha, Sebastian Madsen und Niko Maurer, die bei Live-Auftritten von Lisa Who und Martin Krüssel unterstützt werden. Die Texte, fast nur in deutsch, werden von Sebastian Madsen geschrieben. In der Stilrichtung geht es von Rock über Pop bis hin zu Punk.

Das Konzert begann gegen 19:35 Uhr mit der Bayrischen Emo-Rock Band Lonely Spring, die Lieder aus ihrem Album Lovers & Strangers spielten. Die Texte waren mal Gefühlvoll, mal glichen sie einem Tour-Tagebuch. Sie spielten bzw. interagierten mit dem Publikum auf Deutsch die Liedtexte waren in Englisch. Sie brachten das Publikum für Madsen auf die richtige Betriebstemperatur.

Nach Lonely Spring gab es die Umbaupause. In dieser brachte der, eigens von Madsen mitgebrachte, Gitarrenstimmer mit ein zwei lustigen Liedern das Publikum weiter in die richtige Stimmung.

Um 20:40 Uhr war es endlich soweit, Madsen selber betraten die Bühne.

Der Auftakt wurde mit „Wie es beginnt“ bestritten. Hier waren allen Madsen Fans schon voll mit dabei! Mit dem zweiten Song „Mofa nach Madrid“ waren dann alle abgeholt. Im laufe des Konzertes gab es dann ein Mischung aus all den Alben und allen Dekaden. Bei acht Studioalben, diversen Livealben und Deluxe-Versionen aus 16 Jahren ist das auch ein umfangreiches Repertoire auf das die vier zurückgreifen können. Bei den Lied „Sirenen“ fing man an einzelne Bandmitglieder vorzustellen. Bis alle vorgestellt waren, vergingen allerdings einige Lieder. „Kein Mann für eine Nacht“ wurde Ronja gewidmet. Nach weiteren Liedern wie „So cool bist du nicht“ wurde dem Publikum noch einmal ordentlich eingeheizt. Nach den ersten Riffs von „Smells like teen Spirit“ von Nirvana stieg das Publikum auf den Song so gut ein das er komplett zum besten gegeben wurde. Text Sicherheit war hier schon fast eine Selbstverständlichkeit. Nach dem kleinen musikalischen Ausflug ging es dann weiter mit „Mein erstes Lied“. Bei „Gegen den Frust“ konnte man sich dann schon mal so richtig Luft machen. Frust hatten die Anwesenden bestimmt die ganze Coronazeit über. Aber der sollte ja so langsam wieder verfliegen. Damit das etwas leichter fällt, gab es auch gleich das richtige Lied. Mit „Quarantäne für immer“ hat Madsen ein Lied geschrieben um sich die Quarantäne-Zeit ein bisschen schöner zu reden. Man könnte es auch Selbstironie nennen. Auf jeden Fall kam das Lied gut an und fast alle konnten den Text auswendig. Man hatte ja in den Konzertfreien Tagen genug Zeit zum lernen. Mit „Behalte deine Meinung“ wies man die Richtung zum nächsten Lied, welches Kompass war. In dem Lied „Du schreibst Geschichte“ heißt es „bevor du gehst“. Das war das Lied bevor Madsen die Bühne verließ. Das wollte das Publikum nicht hinnehmen und forderte lautstark eine Zugabe.

Nachdem die Band kurz etwas getrunken hatte, kamen sie noch einmal zurück auf die Bühne. Mit dabei hatten sie die Mama von Martin Krüssel alias „Mücke“. Für die Mama des gebürtigen Hareners war es seit langem das erste Live-Konzert ihres Sohnes. Da sie eine kurze Anreise hat, wollte sie sich diese Change nicht entgehen lassen. „Mücke“ wurde auch direkt mit dem Lied „Wir nennen dich Mücke“ eine Hommage gesungen. Und wenn wir jetzt zu dem Lied „Die Perfektion“ kommen, möchten wir auch einmal danke sagen. Danke dafür, das dass Hygienekonzept im Arena Sommergarten so gut umgesetzt wird und das sich auch alle an die Sitzplätze und das Maske tragen halten. Nur so bleiben wir alle gesund! Zum Abschluss des Konzertes wurde es noch einmal laut. Mit „Lass die Musik an“ verabschiedete sich Madsen. Die erklärten das sie nächstes Jahr gerne wieder in der großen Emsland-Arena spielen möchten, die im Jahr 2030 Martin Krüssel Arena heißen sollte (wenn es nach Madsen geht).

Es war schön wieder am Konzertleben teilzunehmen, das war auch bei der Band und dem Publikum so. Die Stimmung war wirklich ausgelassen und das sowohl bei der Band als auch beim Publikum.

Madsen, vielen dank für den schönen Abend.

Bis zum nächsten Jahr in Lingen!

Text und Fotos: Stock / Deffke