Mitgliederversammlung der Feuerwehr Meppen – Führungsriege bald wieder komplett

Hans Többe (2. von links) wurde von der Kameradschaft zum stellv. Stadtbrandmeister gewählt. Er wird nun dem Stadtrat vorgeschlagen und kann dann nach seiner Ernennung durch die Stadtverwaltung mit Christian Müller (rechts) und Ludger Schumann (links) die Wehrleitung bilden. - Foto: Jens Menke
Hans Többe (2. von rechts) wurde von der Kameradschaft zum stellv. Stadtbrandmeister gewählt. Er wird nun dem Stadtrat vorgeschlagen und kann dann nach seiner Ernennung durch die Stadtverwaltung mit Christian Müller (rechts) und Ludger Schumann (links) die Wehrleitung bilden. Foto: Sven Lammers

Nach der langen Zeit der engen Pandemiebeschränkungen, welche natürlich auch die Feuerwehren betroffen haben, hat die Feuerwehr Meppen am 17.09. nun die Mitgliederversammlung durchführen können. Dieses allerdings nicht im Feuerwehrhaus, sondern im Emslandsaal Kamp, um genügend Abstand einhalten zu können.

Stadtbrandmeister Christian Müller begrüßte nicht nur die anwesenden Kameradinnen und Kameraden, sondern auch die Gäste, der Einladung gefolgt waren. Neben Bürgermeister Helmut Knurbein und Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff waren von der Stadt Meppen auch Matthias Wahmes, Antonia Thien, Ulrike Ahlers und Frank Einspanier an diesem Abend zugegen. Diese unterstützten bei den für diesen Abend angesetzten Wahlen. Müller freute sich, dass auch die Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung nun wieder eingeladen werden konnten. Bei der letzten Versammlung fiel deren Teilnahme leider unter die Coronabeschränkung.

Der Stadtbrandmeister ging noch einmal auf die Einsatzzahlen des Jahres 2020 ein. 247 Einsätze galt es insgesamt abzuarbeiten. Diese teilten sich auf in 56 x Menschenrettung, 78 x Technische Hilfe und 113 Brandeinsätze. Beachtenswert ist die Summe der geretteten Werte, die auf 3.464.127,00 € beziffert werden konnten. Insgesamt absolvierten 2.366 Feuerwehrmitglieder diese Einsätze in 359 Stunden. Leider weist die Statistik auch 60 Fehalarme auf.

Aber nicht nur im eigenen Stadtgebiet war die Feuerwehr tätig, zu den sogenannten „nachbarlichen Löschhilfen“ rückten sie insgesamt 17-mal aus (10 x Menschenrettung, 5 x Brandeinsatz, 2 x Technische Hilfe). Lediglich 786 Dienste konnten auf Grund der Pandemie durchgeführt werden. Im Jahr 2019 waren dieses noch 1.020!

Den Jahresbericht der Jugendfeuerwehr Meppen präsentierte Oliver Stryk. Die im Jahr 1974 gegründete Jugendgruppe hatte am 31.12.2020 insgesamt 34 Mitglieder, davon 11 Mädchen. Auch hier konnten in den letzten Monaten natürlich nicht die Dienste angeboten werden, die normalerweise auf dem Plan sind, aber die 60 % allgemeine Jugendarbeit und 40 % feuerwehrtechnische Ausbildung hat man auch zwischendurch online durchgeführt.

Für 25 Jahre Dienste im Feuerlöschwesen wurde Stefan Bolmer geehrt - Foto: Jens Menke
Für 25 Jahre Dienste im Feuerlöschwesen wurde Stefan Bolmer geehrt – Foto: Sven Lammers

Der Bürgermeister Helmut Knurbein sieht die Feuerwehr als einen wichtigen Teil des Rettungswesens. Die Mitglieder zeigen durch ihren Einsatz für das allgemeine Umfeld einen Bürgersinn. Der Jahresbericht zeige die hohe Anzahl der Einsätze und die Qualität der Arbeit. Die Bürgerinnen und Bürger wissen oft gar nicht, dass es sich nicht um eine Berufsfeuerwehr handelt, sondern dass die Mitglieder ihren Dienst freiwillig verrichten. Der Rat und die Verwaltung der Stadt Meppen sehe sehr genau die Steigerung der Anforderungen an die Ausbildung an der Ausrüstung und Ausstattung, um ein hohes Niveau zu halten. Knurbein freue sich auch über die Arbeit der Jugendfeuerwehr, wo den Jugendlichen die elementaren Grundsätze von Teamgeist und Kameradschaft vermittelt würde.

Man sehe auch die Erfolge der Arbeit der ehrenamtlichen Feuerwehrleute. Sei es nun der Brand, der gelöscht werden muss oder das Kind, welches getröstet wird. Knurbein überbrachte somit den Dank der Meppener und auch seinen ganz persönlichen. Er appellierte aber auch an die Anwesenden: „Vergessen Sie nicht sich selbst!“

Die beförderten Kameradinnen und Kameraden mit dem Bürgermeister Helmut Knurbein, dem Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff, dem Stadtbrandmeister Christian Müller und dem stellv. Stadtbrandmeister Ludger Schumann - Foto: Jens Menke
Die beförderten Kameradinnen und Kameraden mit dem Bürgermeister Helmut Knurbein, dem Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff, dem Stadtbrandmeister Christian Müller und dem stellv. Stadtbrandmeister Ludger Schumann – Foto: Sven Lammers

Der Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff verwies auf den beeindruckenden Einsatz der Feuerwehrleute über die Stadtgrenzen hinaus. Viele Mitglieder engagieren sich zum Beispiel als Taucher, in der CBRN-Einheit, in der Kreisfeuerwehrbereitschaft und helfen auch bei Einsätzen anderer Feuerwehren, wenn Unterstützung nötig sei. Dyckhoff wollte das Thema Corona nicht anschneiden, musste allerdings bzgl. des Ausbildungsdienstes noch einmal darauf eingehen. Die Beschränkungen haben zum Beispiel eine Ausbildung an der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz unmöglich gemacht – auch wenn einiges online stattfand. Nun gehe man wieder zum Präsenzunterricht über. Auf Landkreisebene haben die Kreisausbilder eine beeindruckende Leistung gezeigt. Der Ausbildungsstau wird nach und nach abgearbeitet, sodass 2022 wieder eine relativ normale Ausbildung starten kann. Auf Landesebene sieht das etwas anders aus. Da ist der Ausbildungsstau so hoch, dass einige Ausbildungen an die Landkreise gegeben werden sollen. Dieses darf nicht bedeuten, dass es zu einer Überlastung des Ehrenamtes kommt.

Auch die Novellierung des Brandschutzgesetzes hat Dyckhoff angesprochen. Dieses sei als Teil des „Einsatzort Zukunft“ sehr wichtig, da danach die verschiedenen Verordnungen und Erlasse angepasst werden müssen.

Bei der Feuerwehr Meppen galt es die vakante Position des stell. Stadtbrandmeister neu zu besetzen. Im Vorfeld hatten sich bereits drei Kameraden erklärt, diesen Posten bekleiden zu wollen. In nur einem Wahlgang erhielt Hans Többe die absolute Mehrheit und wird für die nächsten Jahre die mit Christian Müller (Stadtbrandmeister) und Ludger Schumann (stellv. Stadtbrandmeister) die Wehrleitung bilden, sobald die Stadt Meppen die Ernennung vorgenommen hat.

Für seine 25jährige Mitgliedschaft wurde an diesem Abend Stefan Bolmer geehrt. Der Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff fand in seiner Laudatio die richtigen Worte, indem er die Langjährigkeit einer Mitgliedschaft und die damit einhergehende Vorbildfunktion und Beständigkeit von zentraler Bedeutung sieht.

Nach dem Besuch der vorgeschriebenen Lehrgänge und er durchlaufenden Dienstzeit konnten folgende Kameradinnen und Kameraden befördert werden (in alphabetischer Reihenfolge):

Beförderungen zur Feuerwehrfrau / zumFeuerwehrmann

Felix Andrzejewski

Michael Klaas

Lea Lauter

Pascal Micheel

Maurin Otten

Simon Temmen

Hauke Weinhardt

Beförderungen zur Oberfeuerwehrfrau / zumOberfeuerwehrmann

Jonas Andrzejewski

Clarissa Born

Jannis Weber

Carolin Widdrat

Beförderungen zur Hauptfeuerwehrfrau / zum Hauptfeuerwehrmann

Chantal Jansen

Michael Schulte

Maik Wannow

Beförderungen zum Löschmeister

Björn Bernsen

Marcel Lammers

Herbert Ungefug

Beförderungen zum Oberlöschmeister

Christian Müller

Jörg Wermes

Bildunterschrift:

Text und Foto: Jens Menke