Per Gessle – ein neues Kapitel ohne Roxette

Roxette, viele kennen diese band noch mit Marie Fredriksson und Per Gessle. Viele Lieder sind im Gedächtnis geblieben. Über „Spending my Time“ bis hin zu „Joyride“. Aber dann gab es das Frühjahr 2016 und Marie zog sich zurück und es gab die letzten Konzerte mit Roxette.

Doch Per Gessle hat es sich natürlich nicht nehmen lassen, weiter Songs zu schreiben. Daher entstand nach einiger Zeit das Album „Small Town Talk“. 

Per Gessle zog sich nach Nashville zurück, versammelte schwedische und amerikanische Musiker um sich und erzeugte das, was ihm am Herzen lag. Ein neues Album als Solo Künstler. Aber nur Solo Künstler? Nein, das Album ist etwas anderes.

In Nashwille arbeitete er mit Künstlern zusamen, die schon mit anderen Namenhaften Künstlern auf Tour waren. Letztendlich waren es dann Dan Dugmore (Pedal Steel Gitarre und Dobro), Mickey Raphael (Miundharmonika), Stuart Duncan (Violine), Elizabeth Goodfellow (Schlagzeug und Percussion), Jessica S (Gesang) und Savanna Church of the Church Sisters (Gesang), die das Album abrundeten und perfektionierten.

Per Gessle mit „Small Town Talk“ bei uns schon lange im Player

Als „Small Town Talk“ bei uns ankam und wir sahen, dass Per Gessle nun etwas alleine macht, waren die Erwartungen natürlich hoch angesetzt. Wir waren gespannt, ob man diesen Per hört, den man auch bei Roxette gehört hat. Oder hat sich etwas in Stimme und Gesang verändert? Wir waren gespannt.

Die Erwartungen waren groß und wurden in keinster Art und Weise enttäuscht. Schon bei dem ersten Lied „There´s a place“ hörte man seine Stimme klar und deutlich und das Gänsehautfeeling war auch sofort wieder da. Jeder hat natürlich auf einer CD Favorites aber unserer Meinung nach stechen die Songs „Simple Sound“ und auch „It came too fast“ besonders hervor. Doch wer ist diese andere weibliche Stimme, die bei einigen Liedern noch auftaucht?

Per Gessle hat sich Helena Josefsson mit ins Boot geholt. Helena ist Lead Sängerin der schwedischen Gruppe „Sandy Mouche“.Helena ist selber zudem auch Songwriterin. Wir glauben nicht, dass Per versucht hat, Marie hier zu ersetzen um ein zweites „Roxette“ zu erschaffen. Nein, er hat jemanden gefunden, der perfekt neben ihn passt und es geschafft hat, mit Per zusammen diesem Album eine besondere Ausstrahlung zu geben. Eine neue Ausstrahlung zu geben. 

Und nun? Nun erwarten alle ein Fazit. Was soll man sagen? Wenn man unsere Ausführungen im Vorfeld schon liest, bahnt sich an, was wir sagen möchten. Genau. Ein wunderschönes Album eines einzigartigen Künstlers, der es geschafft hat uns mit seiner Musik zu begeistern. Nein, nicht nur zu Roxette Zeiten, auch als Solo Künstler hat es Per drauf, seine Fans mit zu ziehen und zu begeistern.

Ein Album, das es sich lohnt zu kaufen, ein Album, das man nicht nur als Roxette Fan im Regal stehen haben muss. Aber Stop – auch wir vergleichen zu viel, wie auch so manch andere, mit Roxette. Doch das ist verkehrt. Per ist auch alleine ein Ausnahmekünstler, der etwas geschaffen hat, was nur wenige Solo Künstler schaffen: ein Album, das verzaubert und welches immer wieder gern gehört wird. Daumen hoch.

Per Gessle mit „Small Town Talk“ – seit dem 07. September 2018 im Handel