Länderübergreifende Kontrollaktion der Polizei beendet – neben der grenzüberschreitenden Kriminalität stand auch der Individual- und Güterkraftverkehr im Fokus

Osnabrück/Lingen/Nordhorn/Leer/Emden/Aurich/Wittmund/Bad Bentheim (ots) Am 19./20. Mai fand im deutsch-niederländischen Grenzkorridor – von Aachen bis zum Dollart- eine groß angelegte Kontroll- und Fahndungsaktion statt. Mit beteiligt an dem Schwerpunkteinsatz waren die Bundespolizei, der Zoll und die Landespolizeien aus Niedersachsen, Nordrhein-Westfahlen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Sachsen sowie auf niederländischer Seite die Polizei, die Koninklijke Marechaussee, die Douane, die Landelijke Eenheid Dienst Infrastructuur und die Regionale Polizei.

Ergebnis der Aktion: Die Einsatzkräfte überprüften mehr als 1.200 Fahrzeuge und über 2.400 Personen. Es gab 16 Festnahmen, 14 Fahrer standen unter dem Einfluss von Alkohol bzw. Betäubungsmitteln, 13 Blutentnahmen, 14 Sicherheitsleistungen, 68 Sicherstellungen – darunter beispielsweise zwei gefälschte Personalausweise, drei Messer und ein PKW, der nach einem Wohnungseinbruchsdiebstahl der Polizei als gestohlen gemeldet wurde. Die Beamten stellten in 41 Fällen Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz fest.

„Ziel einer solchen Kontrollaktionen ist die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität. Darunter fallen beispielsweise die Rauschgift- und Bandenkriminalität, aber auch Urkundendelikte oder Kraftfahrzeugdiebstähle. Ebenso stehen Verkehrsdelikte wie das Fahren unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen, sowie der grenzüberschreitende Warenverkehr im Fokus“, erläutert Pressesprecherin Laura-Christin Brinkmann von der federführenden Polizeidirektion Osnabrück.

Bei einer Kontrollstelle des Individual- und Güterkraftverkehrs, auf dem Parkplatz „Waldseite Süd“ an der A 30 bei Bad Bentheim, wurden an drei Sattelzügen erhebliche technische Mängel, wie defekte Bremsanlagen, gebrochene Radaufhängungen und Federung, festgestellt. Aufgrund des mangelhaften Zustandes der Fahrzeuge wurde eine Weiterfahrt vorerst untersagt. Zudem wurden mehrfach geringe Mengen an Betäubungsmittel über die Grenze eingeführt und von den Einsatzkräften sichergestellt. Für drei Fahrzeugführer war die Fahrt beendet, da sie unter Drogeneinfluss standen.

Die für die Kontrollstelle eingerichtete Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60km/h wurde trotz des teilweise schlechten Wetters von 151 Verkehrsteilnehmern nicht beachtet. Die vorwerfbaren Geschwindigkeitsüberschreitungen betrugen mehr als 21 km/h – in 52 Fällen ist von einem Fahrverbot auszugehen. Trauriges Highlight war eine gemessene Geschwindigkeit von 171km/h.

Ferner wurde ein 41-jähriger Kraftfahrzeugführer vorläufig festgenommen. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass gegen ihn ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Brandenburg wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis vorlag. Da der haftbefreiende Betrag in Höhe von 830EUR nach einiger Zeit erbracht werden konnte, ist ihm der Weg in die Justizvollzugsanstalt erspart geblieben.

Durch Kontrollen an den grenzüberschreitenden Hauptverkehrsadern, sowohl auf niederländischer als auch auf deutscher Seite der Grenze, wird ein erhöhter Fahndungsdruck auf potentielle Straftäter erreicht. Länder- und staatenübergreifende Kontrollaktionen dieser Art finden regelmäßig statt, um die grenzüberschreitende Kriminalität wirksam zu bekämpfen. Auch zukünftig wird es entsprechende Schwerpunktaktionen geben.