Landkreis nimmt vier Jugendliche aus Moria in Obhut

Mit dem Flugzeug sind am Mittwochvormittag vier Jugendliche aus dem abgebrannten, griechischen Flüchtlingslager Moria auf dem Flughafen Hannover gelandet und von Mitarbeitern des Landkreises in Obhut genommen worden. Sie gehören zum Kontingent von elf Kindern, das nach Niedersachsen kommt. Bei den vieren handelt es sich um 16- und 17jährige Jungen. Drei von ihnen kommen ursprünglich aus Afghanistan, einer aus Pakistan.

Die vier Jugendlichen werden vorerst in einer speziellen Einrichtung in Ostfriesland untergebracht. „Sie müssen erst einmal ankommen. Und da sie in der Regel traumatisiert sind, werden sie dort auch besonders betreut“, erklärt Kreisrätin Gunda Gülker-Alsmeier. Weitere Schritte wie das Asylverfahren und die Klärung der Vormundschaft laufen ebenfalls von dort an. „Unser Jugendamt hat Erfahrung mit der Aufnahme und Betreuung von solchen tragischen Fällen. Und wir finden es wichtig, in solchen Situationen Solidarität und Menschlichkeit zu zeigen“, betont Landrat Uwe Fietzek.

Text: Landkreis Grafschaft Bentheim