Ermittlungen wegen versuchten Totschlags nach gewalttätiger Auseinandersetzung auf Campingplatz in Emsbüren

Bereits in der Nacht von 23.09.2021 auf den 24.09.2021 kam es auf einem Campingplatz in Emsbüren zu einer Auseinandersetzung zwischen einer Gruppe von Mitarbeitern des Campingplatzes und einer Gruppe irischer Personen, die sich dort aufhielten.

Im Verlauf der Streitigkeit soll es nach ersten Erkenntnissen zu gegenseitigen Bedrohungen gekommen sein, bei denen auch ein Messer und zumindest eine Schusswaffe verwendet worden sein sollen. Als die irische Gruppe den Campingplatz verlassen wollte, versuchte ein 43-Mitarbeiter des Campingplatzes dieses zu verhindern. Nach den bisherigen Ermittlungen soll der Mitarbeiter dabei durch einen 33-jährigen Briten mit dessen Pkw Land Rover zunächst gezielt angefahren und sodann am Boden liegend überrollt worden sein, wobei der Fahrer den Tod des Mitarbeiters zumindest billigend in Kauf genommen haben soll.

Der alkoholisierte Beschuldigte entfernte sich anschließend vom Tatort, konnte jedoch wenig später durch die Polizei ermittelt und festgenommen werden. Der Beschuldigte selbst hatte eine Schussverletzung in der Brust, die medizinisch versorgt werden musste. Wie es zu dieser Verletzung kam, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Osnabrück wurde der beschuldigte Pkw-Führer am Samstag der zuständigen Haftrichterin des Amtsgericht Lingen vorgeführt, welche Haftbefehl u.a. wegen des Verdachts des versuchten Totschlags erließ. Der 43-jährige Mitarbeiter des Campingplatzes erlitt schwere Verletzungen in Form von diversen Knochenbrücken, die umgehend operativ im Krankenhaus behandelt werden mussten. Der Gesundheitszustand des Mannes ist weiterhin kritisch.

Text: Staatsanwaltschaft Osnabrück