Regelmäßiges Training macht sicher – Kreisverwaltung übt zusammen mit Fachberatern ein Hochwasserszenario

Meppen. Angesichts der anhaltenden Unwetterlage mit starken Niederschlägen und orkanartigen Sturmböen hat sich der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (Stab SAE) im Lagezentrum eingefunden. Laut den Prognosen des Deutschen Wetterdienstes könnte sich die Lage in der kommenden Woche verschärfen – das war das Szenario, das einer Übung des Katastrophenschutzstabes des Landkreises Emsland zugrunde lag.

Jeweils einen Tag lang übten die jeweiligen Schichtbesetzungen die Lage abzuarbeiten. Am Ende waren gut 70 Mitarbeitende der Kreisverwaltung gemeinsam mit den Fachberatern von Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr, Technischem Hilfswerk, Deutschem Roten Kreuz und Malteser Hilfsdienst im Wechsel über den Zeitraum von drei Tagen im Einsatz.

Parallel zum Katastrophenschutzstab im Meppener Kreishaus, sind Vertreter der drei Technischen Einsatzleitungen (Abschnitte: Nord, Mitte und Süd) in der Feuerwehrtechnischen Zentrale des Landkreises in Sögel zusammengekommen und haben über den sogenannten Einsatzleitwagen II fiktiv die Lage vor Ort abgebildet. Zusätzlich wurde der Kommunikationsweg zu allen kreisangehörigen Kommunen im Rahmen des regelmäßigen Austauschs von Lagemeldungen gefestigt.

Konkret galt es zu üben, wie wegen des Hochwassers eine Evakuierung zu erfolgen hat, wie mit dem begleitenden Stromausfall umzugehen ist, wie Klärwerke zu sichern sind und wie die Bevölkerung über die Lage informiert wird. „Den Ernstfall üben, damit der Stab optimal vorbereitet ist. Nur mit regelmäßigem Training lassen sich Abläufe testen und fest einstudieren“, sagt Landrat Marc-André Burgdorf.

Der Katastrophenschutzstab des Landkreis Emsland übt regelmäßig unterschiedliche Notlagen wie Stromausfälle, Hochwasser oder Unfälle mit einem Massenanfall von Verletzten. Zwar war dies Corona bedingt in den vergangenen zwei Jahren nur eingeschränkt möglich, dafür tritt die Kreisverwaltung seit diesem Jahr wieder verstärkt in das Übungsprozedere ein. Zudem sei auch Corona selbst als besondere Lage vom Stab für außergewöhnliche Ereignisse, der regelmäßig im Katastrophenzentrum in der Meppener Kreisverwaltung zusammengekommen war, begleitet worden und habe gezeigt, dass der Umgang mit herausfordernden Situationen funktioniere, betont Burgdorf.

Text und Foto: Landkreis Emsland