Verfahren zur Outdoor-Werft gestoppt

Papenburg. Seit Donnerstagvormittag steht fest: Es wird keine Outdoor-Werft im Papenburger Volkspark geben. In einem vertrauensvollen Gespräch zwischen Investor und Vertretern der Verwaltung hat Investor Frank Fennen seine Entscheidung kundgetan und diese auch umfangreich begründet: „Es gibt eine Vielzahl von Gründen, die für mich gegen eine Realisierung des Projektes sprechen“, sagt er zu Beginn des Gesprächs.

„Eine Freizeitanlage dieser Größenordnung braucht von Anfang an ein positives Image. Der Erfolg dieser Einrichtung steht und fällt mit der Zahl der Besucher*innen. Ich hätte für Papenburg viel Geld in die Hand genommen, allerdings hätte ich nach der Realisierung auch damit rechnen müssen, dass die Besucherzahlen unter den kalkulierten notwendigen Zahlen liegen. Für mich ist dieses Projekt nicht mehr wirtschaftlich“, sagt Investor der Frank Fennen. Im weiteren Gespräch berichtet er, dass mögliche Lieferanten und durchführende Firmen vor Ort in ersten gemeinsamen Terminen bereits von Bürger*innen dieser Stadt heftig kritisiert wurden, wie sie ein solches Projekt unterstützen können. „Wenn ich sogar die Sicherheit der Menschen gefährdet sehe, die mich bei der Realisierung unterstützen wollten, wie kann ich da an einem solchen Projekt festhalten?“, fragt der Investor im Rahmen der Gesprächsrunde am Donnerstagvormittag.

Die letzte Berichterstattung zu den Aktivitäten der Gegner des Kletterparks im Volkspark Bokel hat die Partner und Berater des Investors gleichermaßen auf den Plan gerufen. Gleichsam werden große Bedenken hinsichtlich der weiteren Umsetzung des Projektes geäußert. Ein Freizeitprojekt in diesem Rahmen und mit der Ausrichtung ist zwingend in einem positiven Umfeld zu starten. Ein negativer Ansatz mit einer entsprechenden Begleitdiskussion hält Besucher zurück. Dazu noch die aktuelle Entwicklung mit der Verunsicherung der Menschen im Hinblick auf die Folgen der Kostenentwicklung sowie die Erwartung, dass zuerst bei den Ausgaben im Freizeitbereich gespart wird, lässt keine gute Besucherprognose zum Start des Projektes erwarten. Und in dieser Situation ein derartiges Invest bei steigenden Kosten und Zinsen zu starten, beinhaltet für die Beteiligten ein sehr großes Risiko. Gleiches würde auch für den Stadtpark in Papenburg gelten.

Enttäuschung und Erschütterung macht sich in der Verwaltung breit. „Zunächst einmal richte ich meinen ausdrücklichen Dank an Investor Frank Fennen, der den Mut aufgebracht hat, sich den Hürden zu stellen und so lange an diesem Projekt festgehalten hat. Er hat an verschiedenen Stellen immer wieder Gesprächsangebote gemacht, die nicht angenommen wurden,“ berichtet Bürgermeisterin Vanessa Gattung. „Ich hoffe, dass diese Entwicklung bei einigen Bürgern und Bürgerinnen nun auch wieder dazu führt, sich für neue Vorhaben zu öffnen und gemeinsam nach vorne zu blicken, statt positive Entwicklung mit einer solchen Vehemenz zu verhindern. Wir hoffen sehr, dass sich zukünftig wieder eine Kultur des Ermöglichens etabliert, da man ansonsten einer weiteren positiven Entwicklung im Weg stehen würde.“

Die Stadt bedauert die Entwicklung, zumal mit dem Investor und der Politik ein zielführender Weg für die Realisierung des Projektes eingeschlagen war. Wir sind zuversichtlich, mit den vorhandenen Potenzialen künftig neue Projekte für Freizeit und touristische Angebote bei wieder besseren Umfeldbedingungen auf den Weg bringen zu können.

Abschließend betont die Stadtverwaltung, dass die Beweggründe für die Entscheidung gegen die Realisierung des Projektes durchaus nachvollziehbar sind, dies aber selbstverständlich keine negativen Auswirkungen auf das bislang durchweg positive und vertrauensvolle Verhältnis zum Investor Frank Fennen hat.

Text: Stadt Papenburg